Geschichte

Vom Verein Kinderheim zur Villa Wirbelwind

Die Anfangszeiten

Um die Jahrhundertwende beschlossen engagierte Bürger von Rattenberg ein Kinderheim zu errichten. Zu diesem Zweck wurde ein Verein gegründet, der die Aufgabe hatte, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. 

Bis zur Eröffnung eines eigenen Kinderheimes wurden Räume angemietet, in denen ein vorläufiger Kindergartenbetrieb stattfand.

In der konstituierenden Versammlung des Vereins zur Gründung des Kinderheimes wurde der Ankauf eines Grundstückes und die Planung des Kindergartenhauses beschlossen.

Ursprünglich nur Frauen zugelassen

Als Besonderheit sei erwähnt, dass in den Statuten von 1902 festgelegt wurde, dass nur Frauen ordentliche Mitglieder werden konnten, aber ihre Ehegatten immer gerne mitgeholfen haben. Wenn Männer gebraucht wurden (die Statuten wurden aber erneuert und nun dürfen auch Männer dem Verein als ordentlichen Mitglieder beitreten).
Die erste Präsidentin und gleichzeitige Mitbegründerin des Vereins wurde Frau Paula Schiestl. Ihr folgten bis heute 14 Präsidentinnen, welche die Geschicke des Vereins ständig nach bestem Wissen geleitet haben und das Gebäude immer in ordentlichem Zustand hielten.

Die "Flügel-Schwestern"

Zu Beginn des Vereins Kinderheim beherbergte das Gebäude neben dem Kindergarten auch eine Nähschule (eine Vorläuferin der heutigen Haushaltungsschule) für Mädchen, welche bis 1938 bestand. Die Kindergärtnerinnen waren bis in die 70er Jahre Ordensschwestern, die sogenannten "Flügel-Schwestern". Dadurch hält sich bis heute hartnäckig die Meinung in der Bevölkerung, unser Privatkindergarten gehöre der Kirche, was aber nicht stimmt.

Seit 1972 werden Kindergartenpädagoginnen zur Betreuung der Kinder eingesetzt. 



Aufgaben des Vereins

Zu den Aufgaben des Vereins zählten und zählen bis heute, die Bereitstellung kindgerechter Materialien, die Erhaltung des Gebäudes unter Aufbringung der dafür nötigen Mittel, welche durch das Land, die Gemeinden Radfeld und Rattenberg, der Eltern der Kinder und durch Abhaltung von Festen erbracht werden sollen.


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